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Geschrieben von ~Hadria~ am 15.11.2008 um 20:08:

  Aravani

Geburtsland
Griechenland

Ursprünge der Rasse
Man sei geneigt den sogennanten Aravani als den Nachfahren des Peneia-Ponys zu betrachten. Die alte Rasse des Aravani stammt ursprünglich aus dem Tal des Peneiós.
In der Türkenzeit, von 1453 bis 1830, ist offenbach recht viel Orientalisches Blut in die Rasse eingekreuzt worden, das ihr seinen deutlichen Stempel aufgeprägt hat. Später auch scheint man noch mit allen möglichen Rassen gekreuzt zu haben, wodurch der Typ uneinheitlich wurde.
Die Aravanis diente als ausdauerndes Bauern-Reit- und Packpferd, später auch im Geschirr vor dem Wagen und in der leichten landwirtschaftlichen Arbeit.
Mit dem Zeitalter der Mechanisierung in der Landwirtschaft reduziert sich der Pferdebestand Griechenlands drastisch.
Mittlerweile gibt es staatliche Förderprogramme, um die wenigen noch existierenden griechischen Landrassen zu erhalten. Die Aravanis sind auch vom Aussterben bedroht. In Griechenland gibt es nur noch 200 bis 300 Exemplare dieser alten Pferderasse.
Dank des Imports einer Reihe von Aravanis durch Nicole Greuner gibt es in Deutschland mittlerweile eine kleine Population von etwa 60 Köpfen, darunter mehrere Deckhengste. Seit 1998 besteht die IG Aravani als eingetragener Verein. Das Ziel der IG Aravani ist, diese Rasse vor dem Aussterben zu bewahren. Die IG Aravani e.V. ist Mitglied in der Internationalen Gangpferde Vereinigung (IGV).
Im September 2003 wurden erstmalig die Aravanistuten und die Fohlen in das Rheinische Pferdestammbuch aufgenommen. Die zur Zucht eingesetzten Hengste sind allesamt gekört.

Beschreibung

* Kopf:
die fast stets großen, ausdrucksvollen Augen und die kurzen Ohren verraten Orientalischen Einfluß, ebenso wie der nicht selten vorhandene „Araberknick" der Profillinie.
* Exterieur:
-hoch aufgesetzte Hals
-üppiger, manchmal lockiger Behang
-Rücken, kurz und kräftig
-Kruppe, abschüssig, mit tief angesetztem Schweif
-Fundament, hart trocken und unverwüstlich
-kleine und steile Hufe, für die ein Beschlag sich meist erübrigt
* Stockmaß:
zwischen 135 und 150 cm groß. Die Nachzucht kann größer werden
* Farbe:
es kommen fast alle Fellfarben (außer Schecken) vor. Abzeichen sind eher selten
* Mechanik:
außer der drei fördernden Grundgangarten besitzen etwa 70 Prozent der Aravani eine angeborene Töltanlage. Gerühmt wird die große Trittsicherheit.
* Interieur:
anspruchslos, arbeitswillig, leichtrittig und menschenbezogen.
* Einsatz:
die Aravanis sind ideal als Gangpferde für Freizeitreiter geeignet. In Deutschland werden sich auch in den verschiedenen Disziplinen eingesetzt: als Westernpferde, Kutschpferde und Distanzpferde. Sie sind auch für Kinder geeignet.


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